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Mess- und Regeltechnik

Prozessinstrumentierung – Druck, Durchfluss, Füllstand & Temperatur | Ebora

**Prozessinstrumentierung** ist das Rückgrat jeder (Lebensmittel-)Prozessanlage: Sie liefert Echtzeitmessungen und Steuerung von Variablen wie Druck, Füllstand, Durchfluss, Temperatur und pH-Wert – damit Ihre Anlage effizient, sicher und rentabel arbeitet.


Was ist Prozessinstrumentierung und warum ist sie notwendig?

Mit der richtigen Kombination aus Sensoren, Transmittern und Aktoren überwachen Sie kontinuierlich kritische Prozessparameter. So erfüllen Sie Hygiene- und Sicherheitsvorgaben, sichern die Produktqualität und minimieren Stillstandzeiten.


Wichtige Prozessgrößen

  • Druckmessung – schützt Anlagen vor Überdruck
  • Füllstandmessung – verhindert Überlauf oder Trockenlauf
  • Durchflussmessung – dosiert und regelt den Volumenstrom
  • Temperaturmessung – gewährleistet stabile Prozessbedingungen
  • pH-Messung – überwacht den Säuregrad in der Lebensmittel- und Chemieproduktion

Mess- und Regeltechnik

Prozessinstrumentierung für präzise Messung und Prozessregelung

Prozessinstrumentierung setzen Sie ein, wenn Sie Druck, Füllstand, Durchfluss, Temperatur oder pH-Wert in Ihrer Anlage kontinuierlich überwachen und regeln möchten. Ob in der Lebensmittelindustrie, der chemischen Industrie oder der Wasseraufbereitung: ohne zuverlässige Messwerte steuern Sie blind. Mit den richtigen Sensoren, Transmittern und Regelventilen halten Sie Prozessbedingungen unter Kontrolle, erfüllen Sicherheitsanforderungen und vermeiden kostspieligen Stillstand.

Ebora liefert Prozessinstrumentierung für industrielle Anwendungen, einschließlich hygienischer Ausführungen für Food und Pharma.



Wann setzen Sie Prozessinstrumentierung ein?

Prozessinstrumentierung ist erforderlich, sobald kritische Prozessgrößen die Produktqualität, die Sicherheit oder den Wirkungsgrad beeinflussen. Beispiele:

  • Sie möchten Überdruck in einer Leitung oder einem Behälter erkennen, bevor Schäden entstehen
  • Sie überwachen den Flüssigkeitsstand in einem Tank, um Überlauf oder Trockenlaufen zu verhindern
  • Sie messen den Durchfluss eines Mediums für eine korrekte Dosierung oder Abrechnung
  • Sie erfassen Temperaturen in Produktionsprozessen, bei denen Abweichungen zu Ausschuss führen
  • Sie überwachen den pH-Wert in einer Reinigungs- oder Produktionslinie

Wählen Sie Prozessinstrumentierung anhand des Mediums, der erforderlichen Genauigkeit und der Umgebungsbedingungen.



Druckmessung – Überwachung von Überdruck und Prozessdruck

Ein Drucksensor oder Drucktransmitter wandelt den Druck in einer Leitung oder einem Behälter in ein elektrisches Signal um, das Ihre SPS oder Ihr Leitsystem verarbeitet. Anwendungen reichen von Relativdruck in Wasseranlagen bis hin zu Differenzdruck für die Filterüberwachung und Überdrucksicherung in Dampfleitungen.

Beachten Sie bei der Auswahl:

  • Messbereich (bar oder mbar)
  • Prozessanschluss (Gewinde, Flansch oder hygienisch)
  • Ausführung (Edelstahl, für aggressive Medien oder Lebensmittelanwendungen)


Füllstandmessung – Überlauf und Trockenlaufen verhindern

Füllstandmessung bestimmt die Flüssigkeitshöhe in Tanks, Reaktoren oder Pufferbehältern. Je nach Medium und Anlage wählen Sie Radar, hydrostatischen Druck, Leitfähigkeitsmessung oder das Schwimmerprinzip.

  • Saubere Flüssigkeiten, nicht schäumend ? Radar oder hydrostatisch
  • Schäumende oder viskose Medien ? geführtes Radar oder kapazitiv
  • Einfache Ein/Aus-Signalisierung ? Schwimmer oder Vibrationsgabel


Durchflussmessung – Durchfluss messen und dosieren

Ein Durchflussmesser misst den Volumen- oder Massendurchfluss von Flüssigkeiten oder Gasen. Das richtige Messprinzip hängt vom Medium und der geforderten Genauigkeit ab.

  • Saubere Flüssigkeiten, hohe Genauigkeit ? elektromagnetisch oder Coriolis
  • Gas oder Dampf ? Vortex- oder thermischer Massendurchflussmesser
  • Kühl- oder Bewässerungswasser, geringere Genauigkeit ? Rotameter oder Turbinenrad

Durchflussmesser werden auch zur Leckageüberwachung in Rohrleitungssystemen eingesetzt: eine konstante Differenz zwischen zwei Messpunkten weist auf einen Leckverlust hin.



Temperatur- und pH-Messung

Temperatursensoren (PT100, PT1000, Thermoelement) überwachen Prozessbedingungen in Wärmetauschern, Pasteurisatoren und Reaktoren. pH-Elektroden werden in Reinigungsanlagen (CIP), chemischen Prozessen und der Wasseraufbereitung eingesetzt. Beide Sensortypen liefern Signale, die über einen Transmitter an Ihr Leitsystem weitergeleitet werden.

Diesen Typ setzen Sie ein, wenn abweichende Prozesstemperaturen direkt zu Produktverlust oder Sicherheitsrisiken führen.



Wie funktioniert ein Transmitter in einer Prozesskette?

Ein Transmitter übernimmt das Rohsignal eines Sensors und wandelt es in einen standardisierten Ausgang um: 4–20 mA, 0–10 V oder digital über HART, Modbus oder Profibus. Dieses Signal ist direkt von SPS, DCS-Systemen und SCADA-Umgebungen lesbar.

Die Prozesskette sieht wie folgt aus:

  • Sensor (primäres Messelement) – misst die physikalische Größe direkt im Prozess
  • Transmitter – wandelt das Signal in einen standardisierten Prozesswert um
  • Regelventil oder Aktuator – steuert auf Basis des Signals ein Regelventil oder Magnetventil an

Eine gut abgestimmte Prozesskette minimiert Mess- und Regelfehler und verlängert die Lebensdauer Ihrer Anlage.



Auswahlhilfe – welches Messprinzip passt zu Ihrer Anwendung?

Anwendung Empfohlener Typ Hinweis
Druck in Dampfleitung Drucktransmitter Edelstahl Auf Temperaturbeständigkeit achten
Füllstand aggressives Medium Radar oder geführtes Radar Kein Medienkontakt erforderlich
Durchfluss saubere Flüssigkeit Elektromagnetisch Hohe Genauigkeit, keine beweglichen Teile
Durchfluss Gas oder Dampf Vortex-Durchflussmesser Geeignet für hohe Temperaturen
pH in Reinigungsleitung pH-Elektrode + Transmitter Regelmäßige Kalibrierung erforderlich
Temperatur im Pasteurisator PT100 oder PT1000 Hygienischer Prozessanschluss


Prozessinstrumentierung in der Lebensmittel- und chemischen Industrie

In der Lebensmittelindustrie gelten strenge Anforderungen an Hygiene und Reinigung. Instrumente müssen CIP- und SIP-Reinigung standhalten, in Edelstahl 316L oder PEEK ausgeführt sein und für den Kontakt mit Lebensmitteln zertifiziert sein. In der chemischen Industrie geht es um Beständigkeit gegen aggressive Medien, hohe Drücke und korrosive Flüssigkeiten.

Wählen Sie diese Ausführung, wenn Ihre Anlage regelmäßig gereinigt wird oder wenn Ihr Medium aggressiv ist oder lebensmitteltauglich sein muss.



Hengesbach – hygienische Instrumentierung aus Edelstahl

Als Distributor von Hengesbach Prozessmesstechnik in den Niederlanden liefert Ebora Druck-, Füllstand-, Temperatur- und Durchflusssensoren in vollständig hygienischen Edelstahlausführungen. Hengesbach-Instrumente sind speziell für Anwendungen in Food, Pharma und Biotechnologie entwickelt, mit Anschlüssen nach DIN 11851, Tri-Clamp und anderen hygienischen Normen.



ATEX-geeignete Instrumentierung für explosionsgefährdete Bereiche

In Umgebungen mit Explosionsgefahr — wie Lagertanks für Lösungsmittel, Gasverarbeitungsanlagen oder Lackproduktionsstätten — sind Prozessinstrumente mit ATEX-Zertifizierung Pflicht. ATEX-Instrumente sind so konstruiert, dass sie in Atmosphären mit brennbaren Gasen, Dämpfen oder Staub keine Zündquelle darstellen.

Beachten Sie bei der Auswahl: Fragen Sie stets ATEX-Kategorie, Gasgruppe und Temperaturklasse ab, bevor Sie ein Instrument für einen Gefahrenbereich auswählen.



Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Sensor und einem Transmitter?

Ein Sensor misst eine physikalische Größe direkt im Prozess — wie Druck oder Temperatur — und liefert einen rohen elektrischen Wert. Ein Transmitter wandelt dieses Rohsignal in einen standardisierten Ausgang (4–20 mA oder digital) um, den Ihre SPS oder Ihr Leitsystem direkt verarbeiten kann. In der Praxis sind Sensor und Transmitter häufig in einem Gehäuse kombiniert.

Wie häufig müssen Feldinstrumente kalibriert werden?

Das Kalibrierintervall hängt vom Messprinzip, den Prozessbedingungen und der geforderten Genauigkeit ab. Für Druck- und Temperaturinstrumente in Lebensmittelanwendungen gilt in der Regel ein Intervall von 6 bis 12 Monaten. pH-Elektroden erfordern häufigere Kontrollen, abhängig von der Prozessbelastung. Legen Sie Kalibrierintervalle in Ihrem Wartungssystem auf Basis Ihrer Zertifizierungsanforderungen fest (ISO, HACCP).

Kann ich Prozessinstrumentierung mit pneumatischen Regelventilen kombinieren?

Ja. Ein Transmitter sendet das Messsignal an eine SPS, die über einen I/P-Umformer oder ein direkt angesteuertes Regelventil den Prozesswert regelt. Pneumatische Aktuatoren werden häufig mit Druck- oder Durchflusssensoren in geschlossenen Regelkreisen für Druck-, Füllstand- und Durchflussregelung kombiniert.

Welchen Prozessanschluss wähle ich für hygienische Anwendungen?

Für Lebensmittel- und Pharmaanwendungen wählen Sie Anschlüsse nach DIN 11851, Tri-Clamp oder SMS-Norm. Diese Anschlüsse sind glattbohrend, gut reinigbar und beständig gegen CIP- und SIP-Prozesse. Hengesbach liefert Instrumente standardmäßig in diesen Ausführungen.

Wählen Sie die richtige Prozessinstrumentierung anhand von Medium, Druckbereich, Temperatur und Genauigkeitsanforderungen — oder fordern Sie ein technisches Beratungsgespräch über das Kontaktformular an.

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